Baggerbesetzung zum Tag der deutschen Einheit

+++ Erneut Schaufelradbagger an oberster Abraumkante des Tagebau Hambach besetzt +++

 

Aktivist_innen der Anti-Braunkohle-Bewegung haben soeben einen der großen Schaufelradbagger im Tagebau Hambach besetzt – es handelt sich dabei um jenen auf der obersten Ebene, der Meter für Meter Boden frisst. Eine Person hat sich an den Bagger festgekettet, die Aktivist_innen stehen unter Druck durch RWE-Mitarbeiter_innen
Untenstehend findet ihr die Aktionserklärung

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Gegen Mauern auf den Grenzen, gegen Mauern in den Köpfen!

In den frühen Morgenstunden des 3. Oktober haben wir (mal wieder) den Schaufelradbagger besetzt, der im Tagebau Hambach an der obersten Kante 24 Stunden am Tag Landschaft vernichtet. Der 3. Oktober wird von vielen Nationalist_innen als „Tag der deutschen Einheit“ gefeiert – dieses Jahr unter anderem mit einer Mega-Festivität in Frankfurt. Während Menschen an den europäischen Außengrenzen sterben, Geflüchtete abgeschoben werden und in der ganzen Republik ein neuer Nationalismus wächst, feiern Deutsche das Ende der DDR und den Fall der innerdeutschen Grenze, der die vereinte Deutsche Nation ermöglichte – welch eine Perversion.

Kämpfe verbinden – System überwinden!

Gegen diese Absurdität richtet sich unsere Aktion. Die Braunkohle als „heimischer Energieträger“, um das kapitalistische Wachstum der deutschen Wirtschaft zu ermöglichen? Das werden wir zu verhindern wissen! „Wirtschaftswachstum“ ist schließlich genauso ein Credo des neuen Nationalismus wie der Kampf gegen die „soziale Hängematte“ und „Wirtschaftsflüchtlinge“. Der Nationalstaat muss an allen Ecken und Ende angegriffen werden – wir fangen mit seiner Energieversorgung an, und solidarisieren uns damit mit den Companer@s in Frankfurt, die hoffentlich heute im Laufe des Tages den Nationalist_innen die Party versauen werden!

Was ihr feiert – Armut, Ausbeutung, Leistungszwang!

Diese Zeit ist eine Zeit der Mauern – sie werden überall gebaut. Auf den gedachten Grenzen zwischen gedachten Staaten, um die Stätten der Macht dieser Regierung, vor den vollen Supermarktregalen, um unsere Freund_innen in den Knästen, und auch in unseren Köpfen – denn wenn wir über die ganze Scheiße, die passiert, angemessen nachdenken würden, wäre der Aufstand vorprogrammiert. Die Mauern sind also essentiell für die herrschenden Verhältnisse – der Kampf gegen diese ist in diesen Zeiten also ein Kampf gegen die Mauern. Wenn wir es schaffen, die Mauern abzureißen, sind wir der befreiten Gesellschaft ein gutes Stück näher gekommen.

Anbei: Gestern Abend konnten wir unseren Compa Jus wieder in unsere Arme schließen, nachdem er fast 3 Monate lang hinter Gefängnismauern leben musste. Wir sind so froh, dass du wieder da bist!

Infos aus: http://hambacherforst.blogsport.de/2015/10/03/baggerbesetzung-zum-tag-der-deutschen-einheit/

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