Save the Date: KlimaCamp im Rheinland 15.-27. August 2019!

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Next Orga-weekend: 15.-17. März 2019 – still looking for people to join!

 

 

 

Liebe klimabewegte Menschen,

 

wir freuen uns Euch nun offiziell den Termin des 10. Klimacamps im Rheinland mitzuteilen, yeah: 15. – 27. August 2019! Markiert es Euch fett im Kalender! In diesem Termin sind Auf- und Abbau des Camps mitenthalten. Das KlimaCamp im Rheinland ist ein selbstorganisiertes Camp, welches davon lebt, von allen Teilnehmenden mitgestaltet zu werden. Vom ersten Tag an werden deshalb bereits jede Menge helfende Hände für allerlei Tätigkeiten gebraucht.

 

 

Der Orga-Kreis hat sich bisher einmal getroffen und freut sich sehr über weitere Mitmacher*innen!

Egal, ob ihr schon konkrete Ideen für das diesjährige Klimacamp habt oder nur mal reinschnuppern wollt – macht mit! Falls du unsicher bist, weil du sowas noch nie gemacht hast: Für uns alle war oder ist es das erste Mal. Das Klimacamp ist auch in der Vorbereitung ein Ort zum gemeinsamen Lernen: Schon dabei lernen wir gemeinsam – insofern bist du genau richtig!

 

 

Nächstes Vorbereitungstreffen

 

Unser nächstes Orga-Wochenende findet vom 15-17. März im SubstAnZ in Osnabrück statt.

Wir starten freitags um 18 Uhr und werden sonntags so gegen 13 Uhr fertig sein. Den genauen Ablauf des Wochenendes und letzte Infos werden wir euch kurz vorher noch einmal per Mail mitteilen. Wenn ihr noch nicht auf der Klimacamp-Liste seid, aber trotzdem diese Infos erhalten wollt, dann schreibt uns bitte eine Mail an klimacamp-im-rheinland@autistici.org

 

Im SubstAnZ (http://www.substanz-os.de/) können wir schlafen und plenieren, bekocht werden wir von ein paar Menschen von MobKit Formidable! Bitte bringt euch einen Schlafsack etc. mit, auch ein paar Isomatten können nicht schaden (dort gibt es viele Matratzen, aber vielleicht nicht genug für alle).

 

In Vorfreude auf ein schönes Camp und viele tolle Aktionen, für den Orgakreis des KlimaCamp im Rheinland

 

http://www.klimacamp-im-rheinland.de

https://www.facebook.com/Klimacamp.Rheinland/

https://twitter.com/klimacamp

 

 

ENGLISH

 

Hey everyone,

 

we are very happy to officially announce the date of the 10th KlimaCamp Rheinland, yeah: August 15 – 27, 2019! Mark it in your calendars!

 

The above dates include the collective construction and dismantling of the camp. As a self-organized camp the KlimaCamp Rheinland depends on the contribution of all participants. That’s why a lot of helping hands are already needed from day one for all sorts of activities.

 

The organization group has met once so far and would be very happy about more people to join!

 

No matter if you already have specific ideas for this year’s climate camp or just want to try out – come and join us! If you´re unsure, because you have never done anything like this before: For all of us it has once been or is the first time – old hands and new faces are equally happily seen! The organization process of KlimaCamp Rheinland is a place for shared learning: We share our skills and learn from each other – so you are exactly right here!

 

Next preparatory meeting

 

Our next orga weekend will take place from 15.-17. March 2019 at SubstAnZ in Osnabrück.

 

We´ll start on Friday at 18h and will finish on Sundays around 13h. The exact course of the weekend and more information will be shared by email shortly before the meeting. If you’re not on the mailinglist yet, but still want to get this info, please write an email to klimacamp-im-rheinland@autistici.org

 

At the SubstAnZ (http://www.substanz-os.de/) we can sleep and gather, a few people from MobKit Formidable will cook for us! Please bring a sleeping bag etc. with you, and a sleeping pad would be useful too (there are a lot mattresses there, but maybe not enough for everyone).

 

Looking forward to the KlimaCamp im Rheinland and lots of climate actions this year

 

The Orga-Group of the KlimaCamp Rheinland

 

http://www.klimacamp-im-rheinland.de

https://www.facebook.com/Klimacamp.Rheinland/

https://twitter.com/klimacamp

KOMMT ZUM KLIMACAMP IM RHEINLAND!

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Samstag ist es so weit, das Klimacamp im Rheinland beginnt!

Vom 11.-22. August wollen wir mit Euch reflektieren, strategieren und gute Beziehungen zu den Nachbar*innen aufbauen. Und ein wunderschönes Camp gestalten!

Eure Anreise könnt Ihr nach Erkelenz planen, den genauen Ort werden wir voraussichtlich am Mittwoch bekannt geben. Hier gibt’s ’ne Packliste, dass Ihr nix vergesst!

Das Programm steht im Zeichen der Solidarität mit dem lokalen Widerstand, von Reflektion und Strategiefindung für die Klimagerechtigkeitsbewegung. Es bietet zahlreiche Veranstaltungen und viel Platz für Open Space. Ein paar Highlights:

  • Diskussion mit Anwohner*innen aus dem bedrohten Keyenberg und Vertreter der IG BCE am Montag (13. August)
  • Markt der Möglichkeiten am Dienstag (14. August)
  • Konferenz „Structures for Change“ von Mittwoch bis Freitag (15.-17. August)
  • Strategiekonferenz der (deutschsprachigen) Klimagerechtigkeitsbewegung von Freitag bis Sonntag (17.-19. August)
  • Außerdem viel Kultur: Von Filmvorführungen über Konzerte, Akrobatik, Kabarett bis zu großartigen Partys ist mal wieder so einiges geplant, um eure denk- und aktionsmüden Geister zu entlasten!

Es gibt natürlich Kinderbetreuung.

Und noch eine große Herausforderung: Um das diesjährige Klimacamp im Rheinland zu finanzieren, brauchen wir dringend Unterstützung. Es stehen noch einige Ausgaben für Technik, Wasserversorgung, die Küche oder Zelte an – dafür sind wir auf Spenden angewiesen. Helft uns, diesen Aufruf in Eurem Bekanntenkreis, der Familie oder eurer engagierten Nachbarschaft zu verbreiten.

Wir freuen uns auf Euch!
Eure Orga-Crew des Klimacamps im Rheinland

 

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KOHLE GEGEN BRAUNKOHLE

Das Klimacamp 2018 findet vom 11. bis 22. August zum neunten Mal im Rheinland statt. Seit neun Jahren ist das Klimacamp im Rheinland ein Ort, der Mut macht für Klimaschutz und eine gerechte Zukunft zu streiten. Und das ausgerechnet im Rheinischen Braunkohlerevier, wo der Klimawandel durch dreckigen Kohlestrom befeuert, Menschen zwangsumgesiedelt, Dörfer und Landschaften zerstört werden. Dort möchten wir zeigen, dass eine andere Welt möglich ist. Eine, in der wir gemeinsam entscheiden und alle ohne Umweltzerstörung und Bevormundung gut leben können.

Bis das Klimacamp steht, sind einige Menschen im Vorfeld ehrenamtlich aktiv, mieten Zelte, bauen Kompostklos und erstellen Infomaterial.

KOMMT ZUM KLIMACAMP IM RHEINLAND!

Samstag ist es so weit, das Klimacamp im Rheinland beginnt!

Vom 11.-22. August wollen wir mit Euch reflektieren, strategieren und gute Beziehungen zu den Nachbar*innen aufbauen. Und ein wunderschönes Camp gestalten!

Eure Anreise könnt Ihr nach Erkelenz planen, den genauen Ort werden wir voraussichtlich am Mittwoch bekannt geben. Hier gibt’s ’ne Packliste, dass Ihr nix vergesst!

Das Programm steht im Zeichen der Solidarität mit dem lokalen Widerstand, von Reflektion und Strategiefindung für die Klimagerechtigkeitsbewegung. Es bietet zahlreiche Veranstaltungen und viel Platz für Open Space. Ein paar Highlights:

  • Diskussion mit Anwohner*innen aus dem bedrohten Keyenberg und Vertreter der IG BCE am Montag (13. August)
  • Markt der Möglichkeiten am Dienstag (14. August)
  • Konferenz „Structures for Change“ von Mittwoch bis Freitag (15.-17. August)
  • Strategiekonferenz der (deutschsprachigen) Klimagerechtigkeitsbewegung von Freitag bis Sonntag (17.-19. August)
  • Außerdem viel Kultur: Von Filmvorführungen über Konzerte, Akrobatik, Kabarett bis zu großartigen Partys ist mal wieder so einiges geplant, um eure denk- und aktionsmüden Geister zu entlasten!

Es gibt natürlich Kinderbetreuung.

Und noch eine große Herausforderung: Um das diesjährige Klimacamp im Rheinland zu finanzieren, brauchen wir dringend Unterstützung. Es stehen noch einige Ausgaben für Technik, Wasserversorgung, die Küche oder Zelte an – dafür sind wir auf Spenden angewiesen. Helft uns, diesen Aufruf in Eurem Bekanntenkreis, der Familie oder eurer engagierten Nachbarschaft zu verbreiten.

Wir freuen uns auf Euch!
Eure Orga-Crew des Klimacamps im Rheinland

 

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KOHLE GEGEN BRAUNKOHLE

Das Klimacamp 2018 findet vom 11. bis 22. August zum neunten Mal im Rheinland statt. Seit neun Jahren ist das Klimacamp im Rheinland ein Ort, der Mut macht für Klimaschutz und eine gerechte Zukunft zu streiten. Und das ausgerechnet im Rheinischen Braunkohlerevier, wo der Klimawandel durch dreckigen Kohlestrom befeuert, Menschen zwangsumgesiedelt, Dörfer und Landschaften zerstört werden. Dort möchten wir zeigen, dass eine andere Welt möglich ist. Eine, in der wir gemeinsam entscheiden und alle ohne Umweltzerstörung und Bevormundung gut leben können.

Bis das Klimacamp steht, sind einige Menschen im Vorfeld ehrenamtlich aktiv, mieten Zelte, bauen Kompostklos und erstellen Infomaterial.

Klimaschützer umzingeln Kraftwerk Lippendorf / Sitzblockade fordert Raus aus der Kohle!

Pödelwitz, 04.08.2018*

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Seit Samstag um 13 Uhr wird das Kohlekraftwerk Lippendorf südlich von Leipzig durch Klimaschützer_innen blockiert. Die rund 350 Aktivist_innen der Aktionsgruppe „Kohle erSetzen!“ versperren mit zahlreichen Bannern die Zufahrten des Braunkohlekraftwerks. Dessen klimaschädlicher Betrieb wird dabei kurz vor dem Schichtwechsel erheblich gestört. Die kraftvolle Sitzblockade soll auf unbestimmte Zeit fortgesetzt werden. Die Blockierenden fordern die sofortige Einleitung eines konsequenten Kohleausstiegs.

 

Diese vielen hundert Menschen setzen sich mit ihren eigenen Körpern dem Unrecht der Klimakrise an einem seiner Entstehungsorte entgegen. „Wir dürfen nicht auf die klimapolitisch erstarrte Bundespolitik mit der Kohlekommission warten, denn diese bleibt hinter dem Nötigen meilenweit zurück“, so Mira Jäger als Pressesprecherin der Aktion. „Das im Pariser Klimavertrag verbindlich verankerte 1,5-Grad-Ziel rückt weiter in die Ferne. Angesichts des Politikversagens mit dem vernichtenden Verfehlen der 2020er-Klimaziele Deutschlands müssen wir selbst aktiv werden und unsere Gesellschaft mit Zivilem Ungehorsam wachrütteln.“ Eine Energieversorgung mit 100% Erneuerbaren Energien sei machbar, lediglich der politische Wille für eine schnelle Umsetzung fehle völlig.

 

Trotz des schnellen Ausbaus der Erneuerbaren Energien wird noch heute etwa ein Viertel des Stroms in Deutschland aus Braunkohle und damit dem klimaschädlichsten Energieträger erzeugt. Gleichzeitig wurden in den letzten zehn Jahren laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk jährlich 21,5 Millionen Menschen durch Wetterextreme zumeist innerhalb ihres Landes vertrieben. Extremwetterereignisse sind mittlerweile etwa doppelt so häufig eine der Fluchtursachen wie Krieg und Gewalt. „Hitzesommer wie dieser werden durch den Klimawandel immer häufiger und stärker“, ergänzt Pressesprecherin Mira Jäger. Statt sich in ewigen Absichtserklärungen zu verlieren, fordert die Aktionsgruppe daher, Klimagerechtigkeit endlich mit einer globalen Perspektive umzusetzen. Denn im Globalen Süden, wo die Menschen am stärksten vom Klimawandel betroffen sind, finden auch die heftigsten Kämpfe gegen klimaschädliche Umweltausbeutung statt.

 

Im Braunkohlerevier des Leipziger Südraums werden für den Braunkohleabbau weiterhin hunderte Menschen umgesiedelt und Ortsgemeinschaften zerrissen. Im 700 Jahre alten Dorf Pödelwitz sind trotz seinem Schutz durch das Heuersdorfgesetz und fehlender Genehmigung der dort geplanten Tagebauerweiterung bereits 80% der Häuser von der MIBRAG aufgekauft worden. „Wir solidarisieren uns mit den widerständigen Bewohner_innen und fordern keine weiteren Umsiedlungen für Braunkohle – weder in Pödelwitz, noch anderswo“, so Clara Tempel von der Aktionsgruppe.Ein Moratorium für den Neubau von Kraftwerken und die Erweiterung von Tagebauplänen wäre nicht nur aus Gründen des Klimaschutzes schon vor Jahren nötig gewesen.

 

Im Rahmen des Klimacamps Leipziger Land fanden in den letzten Tagen zahlreiche Workshops und Podien zur sozial-ökologischen Transformation statt. Als eine der Säulen des Klimacamp-Konzepts folgt nun der Aktionszeitraum mit zwei Fahrraddemos, Kleingruppenaktionen und der Sitzblockade „Kohle erSetzen!“. Bislang gab es keine Aktion des Zivilen Ungehorsams in einer solchen Größenordnung gegen den Kohleabbau bei Leipzig. Sie stellt einen Aufbruch für mehr widerständige Aktionen im Mitteldeutschen Revier dar. DieAktionist dabei eingebettet in eine wachsende Klimagerechtigkeitsbewegung weltweit. In diesem Jahr finden acht Klimacamps und zahlreiche Aktionen des Zivilen Ungehorsams in Europa statt. Ende Oktober sind rund um die Rodungssaison in der Waldbesetzung des Hambacher Forst bei Köln auch wieder Aktionen des Bündnisses „Ende Gelände“ angekündigt.

 

 

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Hintergrund

 

Greenpeace (2017): Studie zu Klimawandel, Migration und Vertreibung (Englisch).

https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/20170524-greenpeace-studie-climate-change-migration-displacement-engl.pdf

UNHCR (UN-Flüchtlingshilfswerk): FAQ Climate Change and Disaster Displacement (Englisch).

http://www.unhcr.org/news/latest/2016/11/581f52dc4/frequently-asked-questions-climate-change-disaster-displacement.html

Klima, Kohle, Energiedemokratie – Was passiert bei der UN-Klimakonferenz in Bonn?

Klima-Kohle-Demo

Dienstag, 17. Oktober, 19:00 Uhr

Studierendenhaus, Campus Bockenheim, Festsaal, Mertonstr. 26, Frankfurt a. M.

Es laden ein:

AStA Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main
Café2Grad
http://2grad.blogsport.de/
klimAttachttp://www.attac-netzwerk.de/frankfurt/arbeitsgruppen/die-klimagruppe-von-attac-frankfurt/
Offenes Haus der Kulturenhttp://www.offenes-haus-der-kulturen.de/

 

Informationsveranstaltung mit
Alexis Passadakis (Attac), H. (Gruppe Café2Grad), NN (Ende Gelände)

 

Wir wollen auf der Veranstaltung unter anderem die folgenden Fragen diskutieren:

► Worum geht es bei der Klimakonferenz in Bonn?

► Was ist mit Klimapolitik in Frankfurt und dem Kohlekraftwerk West von Mainova und VGF?
Wie können wir Kohlekraft in Frankfurt stoppen?

► Ist Energiedemokratie in Frankfurt und anderswo eine Perspektive?

► Alternativgipfel, Demos, Ende Gelände – welche Aktionen sind rund um die COP in und um Bonn geplant?

Außerdem gibt es neueste Infos über die Proteste

Klimacamp: 6000 Menschen nehmen an Aktionstagen im Rheinland teil

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Anwohner*innen sind zum Abschluss des Camps eingeladen

Erkelenz – Die Aktionstage im Rheinland neigen sich ihrem Ende zu. 6000 klimabewegte Menschen waren in den letzten Tagen im Rheinischen Braunkohlerevier unterwegs. Die Aktionstage waren international, hunderte Aktivist*innen reisten aus der ganzen Welt an, um für Klimagerechtigkeit einzustehen und den Ausstieg aus dem fossilen Zeitalter zu fordern. Zum Abschluss des Klimacamps sind am Dienstag um 19 Uhr alle Anwohner*innen zum Abendessen eingeladen.

Johanna Winter vom Klimacamp über die Aktionstage: „Es ist inspirierend zu sehen, wie vielfältig und entschlossen sich Menschen aus aller Welt hier der Braunkohle in den Weg stellen. Wir müssen diese Klimazerstörung aufhalten um Alternativen umsetzen zu können und gemeinsam zu diskutieren, wie das gute Leben für alle möglich wird.“

3000 rot gekleidete Personen zogen mit einer riesigen Menschenkette eine schützende „Rote Linie” vor den Hambacher Forst, um gegen die Zerstörung des alten Waldes für den Braunkohleabbau zu protestieren.

Unter dem Motto „Ende Gelände!“ blockierten tausende Aktivist*innen die Gleise, mit denen das Kraftwerk Neurath mit Braunkohle versorgt wird. RWE musste vier der Kraftwerksblöcke für 20 Stunden drosseln. Außerdem gelangte eine Gruppe von Aktivist*innen in den Tagebau Garzweiler. Trotz massivem Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray durch die Polizei ließen sich die Aktivist*innen nicht provozieren. Hunderte von Menschen waren vorübergehend in Polizei-Gewahrsam, bis auf wenige Personen sind bereits alle wieder frei.

Zum ersten Mal fand dieses Jahr die Aktion „Kohle erSetzen!“ statt: Am Samstag blockierten 150 Menschen alle Straßenzufahrten des Kraftwerks Neurath. Die Aktivist*innen setzten sich vor die Werkseinfahrten und sorgten sechs Stunden lang dafür, dass der Mitarbeiter*innen-Parkplatz von Deutschlands klimaschädlichstem Kraftwerk leer blieb. Die Teilnehmenden freuten sich über guten Gespräche mit RWE-Beschäftigten an den Blockaden.

Im Rahmen der Kampagne „Zucker im Tank“ traten mehr als ein Dutzend Kleingruppen in Aktion. Den Auftakt bildete ein Konzert auf einem Kohlebagger im Tagebau Inden am Freitag morgen. Darauf folgten Blockaden von Kohlezügen, unter anderem durch an ein Betonfass gekettete Aktivist*innen. Des Weiteren wurden Förderbander besetzt und in der Nacht zum Sonntag ein Bagger mit einem Banner verschönert.

Die Aktionstage sind noch nicht beendet, insbesondere kleine Gruppen von Aktivist*innen planen unter dem Motto „Zucker im Tank“ weitere Aktivitäten.

„Bis auf wenige Verletzte durch Übergriffe von Seiten der Polizei und ein paar Situationen, in denen andere Menschen die Blockaden gestört haben, geht es allen gut“, berichtet Christopher Laumanns. „Statt dieser Konfrontationen wünschen wir uns, den sehr offenen und spannenden Dialog mit den Anwohner*innen und Beschäftigten fortzuführen.“

Das Klimacamp endet am Dienstag, den 29. August. An die gut besuchten Camp-Führungen anknüpfend, laden die Organisator*innen alle Anwohner*innen zum Abendessen ein. Am Dienstag geht es zwischen 19 und 21 Uhr um einen Rückblick auf die letzten 10 Tage und Wünsche für die Zukunft.

Camps im Rheinland: Einladung zu interessanten Podiumsdiskussionen, Veranstaltungen und workshops

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Liebe klimabewegte Menschen,

 

dieser Tage schlagen verschiedene Camps ihre Zelte im Rheinischen Revier auf. Wir alle sind eingeladen an interessanten Veranstaltungen und workshops teilzunehmen.

 

Besonders hinweisen möchte ich auf zwei Podiumsdiskussionen mit Teilnahme u.a. von Manfred Maresch (IGBCE) am 20.08.2017 und eine weitere am 22.08.2017 (Details im Anhang):

  • Podiumsdiskussion zum Thema „gerechter Strukturwandel im Rheinischen Revier“ am 20.08.17 in der Stadthalle Erkelenz: 15 Uhr
  • Podiumsdiskussion : Was kommt nach der Braunkohle? Und wie wird der Weg dorthin gerecht? (Sonntag, 20.08.17, 20.00 Uhr), Kerpen-Manheim, camp for future
  • Podiumsdiskussion: „Die Wirtschaft der Zukunft“ (Dienstag, 22.08.17, 20.00 Uhr)

Kerpen-Manheim, camp for future

Anreise nach Kerpen-Manheim:

https://www.campforfuture.de/sei-dabei/anfahrt/

 

Eine ausführliche Übersicht ist auf den Programmseiten der verschiedenen camps zu finden.

 

Bildung und Vernetzung auf drei Camps

Vom 18. bis 29. August 2017 werden drei Klima- und Zukunftscamps im Rheinland stattfinden: das camp for [future], das Klimacamp im Rheinland und das Connecting Movements Camp. Auf den Camps wird Vernetzung mit Menschen aus ganz Europa und aus unterschiedlichen politischen Bewegungen ermöglicht und Alternativen werden erlebbar gemacht. In Bildungs- und Kulturveranstaltungen beschäftigen sich die Camps mit Braunkohlewiderstand, Klimagerechtigkeit, Antirassismus, Feminismus, einer ökologischeren Landwirtschaft und vielem mehr!

Auf dem Klimacamp im Rheinland wird außerdem zum dritten Mal die Degrowth-Sommerschule ausgerichtet, in der in mehrtägigen Kursen Alternativen zu einer kapitalistischen Wirtschaft und Gesellschaft entwickelt werden.

Referent*innen aus vier Kontinenten auf dem Klimacamp

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Köln – Am Freitag den 18. August beginnt das achte Klimacamp im Rheinland. Dieses Jahr werden die Zelte auf privaten Flächen am Lahey Park bei Erkelenz aufgeschlagen. Des Weiteren wird ein zweites Camp über eine Versammlungsanmeldung bei Bedburg angestrebt, um die Anliegen des Camps auch in den Osten des Tagebaus Garzweiler zu tragen. Der Schwerpunkt des Klimacamps liegt auf Vernetzung, sowohl mit den Menschen vor Ort als auch mit internationalen sozialen Bewegungen. Daher werden zahlreiche Referent*innen aus verschiedenen Ländern, von den USA über die Türkei bis Mosambik erwartet, die in Workshops, Vorträgen und Podiumsdiskussionen ihre Perspektiven teilen werden. Es geht insbesondere um alternative Gesellschaftsformen, die eine wirklich demokratische Mitbestimmung ermöglichen sollen.

 

„Mit Zwangsumsiedlungen, zerstörten Landschaften und dem unglaublichen CO_2 -Ausstoß sehen wir hier im Rheinland sehr deutlich, was passiert, wenn wir Konzernen und Regierungendie Gestaltung unserer Welt überlassen.“, so Johanna Winter vom Klimacamp. „Deshalb haben wir in diesem Jahr Referentinnen und Referenten eingeladen, die selbst ihre Dörfer und Städte verwalten, zum Beispiel aus Rojava und Katalonien.

Gleichzeitig wollen wir stärker mit den Anwohner*innen und den Beschäftigten von RWE ins Gespräch kommen, denn sie sind es, die hier direkt von der Entwicklung der Region betroffen sind.“

 

Um den Austausch mit der lokalen Bevölkerung zu stärken, bietet das Klimacamp am Sonntag, den 20.8. um 11 Uhr und am Mittwoch, den 23.8. um 17 Uhr Führungen über das Camp an. Zudem wird es am Sonntag den 20.8. um

15 Uhr in der Stadthalle Erkelenz eine Diskussion mit Manfred Maresch von der Bergbaugewerkschaft IG BCE zur Frage „Was kommt nach der Braunkohle?“ geben. Auch auf dem Camp kommt es zu spannenden inhaltlichen Debatten: Am Dienstag, den 22. August berichtet Ekin Songul Talay vom Jesidischen Frauenrat vom demokratischen Konföderalismus in Nord-Syrien, am Montag stellt Carlos Mairoce den Widerstand gegen Kohleabbau in Mosambik vor und am Mittwoch teilen Ali Tamlit und Jo Ram aus Großbritannien Erfahrungen, wie Massenabschiebungen verhindert werden können. Die Vernetzung verschiedener sozialer Bewegungen von Geschlechtergerechtigkeit bis Landwirtschaft wird im Connecting Movements Camp, das neben dem Klimacamp stattfindet, vorangebracht.

 

„Uns geht es darum, zu zeigen, dass eine andere Welt möglich ist und wir sie jetzt aktiv selber gestalten müssen – und dass das auch sehr viel Spaß macht.“, erklärt Winter. Deshalb gibt es auf dem Klimacamp nicht nur etliche Lernangebote, sondern auch ein umfangreiches Kulturprogramm.

Beispielhaft dafür ist die türkische Band bANDISTA, deren Mitglieder erst am Dienstag von der aktuellen politischen Lage in der Türkei berichten und am folgenden Abend ein Konzert spielen. Das musikalische Programm des Camps ist breit gefächert: vom Chorkonzert über Punk und Hip Hop bis zu und Ska und Klezmer.

 

Außerdem treten Theatergruppen und Clowns auf und im Kinderzelt können Groß und Klein mit Handpuppen ihre eigenen Zukunftsgeschichten erzählen.

Das Klimacamp bietet tagsüber eine Kinderbetreuung, sucht dafür aber noch ein wichtiges Spielgerät: „In den vergangenen Jahren hatten wir immer ein großes Trampolin, das war total toll für die Kinder“, erzählt Jonas Merkel von der Kinderbetreuung. „Aber es ist leider seit letztem Jahr kaputt gegangen, jetzt suchen wir ein neues. Wenn jemand eins anzubieten hat, freuen wir uns sehr über eine Leihgabe oder Spende!