09.07.15: Schaufelradbagger im Tagebau Hambach gestoppt.

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Buir 09.Juli 2015

Gegen Mittag kletterten 7 Aktivsten in den Hambacher Tagebau des Betreibers RWE und blockierten technische Infrastruktur. Erst letzten Samstag gab es eine ähnliche Aktion. Bei dieser wurde durch die Besetzung von vier Schaufelradbaggern ein Großteil des Tagebaubetriebs lahmgelegt. Insgesamt ist es die vierte Blockade in RWEs Tagebauen in diesem Jahr. Das Ziel von der heutigen und den vorherigen Aktion ist es, dem Großkonzern RWE finanziell zu schaden, um einen schnellstmöglichen Stopp des Kohleabbaus im rheinischen Braunkohlerevier zu erwirken

3 Aktivisten wurden nachdem sie sich einem Bagger in den Weg gestellt und ihn zum stehen gebracht hatten von RWEs Sicherheitsdienst festgesetzt. 4 Andere ketteten sich an ein Förderband und legten damit einen weiteren Teil des Tagebaus lahm.

Die Kritik der Aktivisten richtet sich unter anderem gegen den Anteil der Braunkohleverstromung am Klimawandel und der Vertreibung von Menschen und Tieren aus ihrem gewohnten Lebensumfeld, sowohl hier, als auch in Gebieten im globalen Süden, in denen die Auswirkungen des Klimawandels schon deutlich zu spüren sind.

Hierzu ein Statement von Mori, die sich gerade auf dem besetzten Bagger befindet:
„Es ist ein verdammt gutes Gefühl die Maschinen anzuhalten, die hier für RWE Geld aus dem Land machen sollen, auch wenn der Kampf für ne weniger menschenverachtende Gesellschaftsstruktur damit noch lange nicht gewonnen ist. Diese riesige Wüste um mich rum macht mich echt wütend, wenn ich dran denke, dass hier mal Wald war und daran, was dieses Loch auf der Welt noch so für Folgen hat. “

Bei Interesse an weiteren Informationen erreichen sie uns unter der Nr: 01575 41 36 100
untenstehend befindet sich auch die Aktionserklärung der beteiligten Gruppen.
Generelle Infos zur Wald- und Wiesenbesetzung, Updates und Fotos zur Aktion gibt es auf:
hambacherforst.blogsport.de
Aktionserklärung:

Wir haben heute einen von RWE’s Schaufelradbaggern besetzt. Wir wollen RWE damit finanziellen Schaden zufügen und dem Konzern damit einen weiteren Stein in den Weg legen.
Braunkohleabbau ist ein erheblicher Faktor, der den menschengemachten Klimawandel vorantreibt. Während des Abbaus werden Feinstaub und radioaktive Elemente in die Luft gewirbelt, was vor allem die Luft um die Tagebaue herum verpestet. Die weiteren Folgen sind die Vernichtung von Wäldern und Dörfern und die Verdrängung von Tieren und Menschen aus ihrem gewohnten Lebensumfeld – sowohl hier, als auch in Gebieten im globalen Süden, in denen die Auswirkungen des Klimawandels schon jetzt zu spüren sind. Menschen werden gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen und sich auf die Suche nach einem neuen Ort zum Leben zu machen. Die Chancen stehen gut, dass dieser an den Stacheldrahtfestungen von irgendeiner Grenzanlage oder in einem Meer endet.

RWE steht damit auch nicht alleine. Alle Unternehmen agieren auf diese Weise, mal mit mehr und mal mit weniger großen Folgen. Die Idee des ewigen Wachstums und die Notwendigkeit den eigenen Profit zu maximieren um am Markt zu bestehen erlaubt es Unternehmen nur erfolgreich zu sein, wenn sie die sozialen und ökologischen Folgen ihres Handelns ignorieren. Das Problem ist ein strukturelles.

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