Braunkohlebagger in Profen von Klimaaktivist*innen besetzt

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In den frühen Morgenstunden (des heutigen Tages) haben eine Gruppe von Aktivist*innen einen Bagger im Braunkohletagebau Profen (Sachsen Anhalt) besetzt. Auf dem Bagger entrollten sie ein Transparent auf dem sie den Erhalt des Hambacher Waldes und aller von der Zerstörung bedrohten Dörfer forderten (“Hambi und alle Dörfer bleiben.”).

Mit der einige Stunden später erfolgreich beendeten Aktion wollen die Aktivist*innen auf die Problematik der Klima- und Umweltzerstörung durch Braunkohleverstromung hinweisen.

“Dem Klimawandel wird weiterhin keine Beachtung geschenkt, es werden weiterhin Kulturlandschaft und Ökosysteme gesamter Regionen zerstört und ganze Dörfer müssen weichen. Dies alles geschieht angeblich im Interesse des Gemeinwohls. Tatsächlich aber sind dies bloß die Interessen einzelner und deren einzige Motivation ist Profit. Uns verbleiben 12 Jahre, in denen wir die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels begrenzen können, doch von konkreten Handlungen ist nichts zu sehen.” sagt Aktivstin Darja und verwies damit auf die Ergebnisse des IPCC Berichts zur Klimaerwärmung um 1,5°C.

Während die Braunkohleförderung im Rheinischen Revier mit den Protesten rund um den Hambacher Wald bereits bekannt wurde, ist es um die Reviere in der Lausitz und bei Leipzig noch ruhiger. Auch hier in der Region sind die Landschaften geprägt von den zerstörerenden Auswirkungen des Kohleabbaus. Dass die Folgen der Verbrennung fossiler Energieträger aber über die Region hinausgehen und weltweit Schaden verursachen, betonte Aktivist Darja:

“Wofür wir stehen, ist eine Welt der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit. Zurzeit aber teilt sich die Welt in jene, die Zerstörung verursachen und jene, die darunter leiden. Das passiert nicht nur bei der „Umsiedlung“ ganzer Dörfer, sondern auch auf globaler Ebene. Die Klimakrise ist vor allem auf den Lebensstil der Menschen in westlichen Industrienationen zurückzuführen, die Leidtragenden leben aber hauptsächlich im globalen Süden. Es liegt also an uns, das Leid und die Zerstörung zu beenden!

Wir fordern einen sofortigen Kohleausstieg in Deutschland und überall!“

 

Kontakt für Rückfragen: aktionklimagerechtigkeit@riseup.net

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