Tagebaubetroffene fordern Mitsprache in Kohle-Kommission

P R E S S EMI T T E I L U N G

NETZWERK
BERGBAUGESCHÄDIGTER e.V.
DES RHEINISCHEN BRAUNKOHLENREVIERS

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Köln /Lützen/Cottbus. Ein Bündnis aus Anwohnern aller drei deutschen Tagebaugebiete fordert Mitsprache in der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“, deren Einsetzung durch die Bundesregierung kurz bevorsteht. In einem offenen Brief fordern die Tagebaubetroffenen Wirtschaftsminister Peter Altmaier auf sicherzustellen, dass sie mindestens zwei Sitze in der Kommission erhalten. Bürgerinitiativen, Bürgermeister und Ortsvorsteher, Seelsorger und Ärzte beklagen in dem Brief, dass Bundes- und Landesregierungen die Interessen von Tagebaubetroffenen bislang nicht berücksichtigt haben. Der Brief ging parallel auch an Umweltministerin Svenja Schulze, Arbeitsminister Hubertus Heil und Innenminister Horst Seehofer, die die Arbeit der Kommission gemeinsam mit Altmaier steuern sollen.

Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass die unmittelbar Betroffenen die Gelegenheit erhalten in der Kohlekommission die Zukunft und Perspektiven ihrer Heimat, ihrer Regionen mitzugestalten. Wir weisen darauf hin, dass auch weit über die Tagebaukanten hinaus die Anwohner durch Bergschäden in Folge von Grundwasserabsenkung, gesundheitsschädigende Luftschadstoffe sowie Lärm und Staub ihrer Lebensqualität beraubt werden.

Die Unterzeichnenden kritisieren den unwiderruflichen Verlust von Heimat, Identität und Traditionen, von Kultur- und Naturgütern und die Unvereinbarkeit der Braunkohleverbrennung mit den Klimazielen. Sie fordern die Anpassung von Tagebaugrenzen an die Realität des Kohleausstiegs. Die Beteiligung des Bundesministeriums des Innern, bei dem auch das Heimatministerium angesiedelt ist, ist aus Sicht der Unterzeichnenden ein Hinweis darauf, dass auch das Thema Heimat und damit der „Verlust von Heimat“ durch die Braunkohletagebaue Eingang in die Kommission finden soll.
Den offenen Brief finden Sie anbei.
Peter Immekus
(1. Vorsitzender)

Hier steht der offene Brief: http://www.buirerfuerbuir.de/images/pdf/brief_altmaier.pdf

 

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